Wohnbauförderung

Allgemeines

Was ist eine Wohnbauförderung?

Die Wohnbauförderung wird durch die Bundesländer vergeben und unterstützt Förderberechtigte bei der Finanzierung ihres Eigenheims in Form eines Darlehens. Je nach Land spielen auch andere Kriterien eine Rolle, etwa als Anreiz zur privaten Investition in den Wohnungsbau wie Sanitäranlagen, verbesserte Energiesysteme oder zusätzliche Wärmeisolation.


Wer bekommt eine Wohnbauförderung?

Gefördert werden grundsätzlich so genannte begünstigte Personen. Begünstigt ist eine Person,

  • deren erweisliche oder aus den Umständen hervorgehende Absicht es ist, das geförderte Objekt zur Befriedigung ihres dringenden, ganzjährig gegebenen Wohnbedürfnisses regelmäßig und als Hauptwohnsitz zu nutzen,
  • die in Österreich unbeschränkt steuerpflichtig ist, und
  • deren Einkommen (Familieneinkommen) das höchstzulässige Jahreseinkommen nicht übersteigt.

Wie hoch darf das höchst zulässige Jahreseinkommen sein?

Das höchstzulässige Jahreseinkommen beträgt für eine optimale Förderung bei einer Haushaltsgröße von

  • 1 Person € 34.000,-
  • 2 Personen € 50.000,-
  • 3 Personen € 55.000,-
  • 4 Personen € 60.000,-
  • für jede weitere Person € + 5.000,-

Werden diese Einkommensgrenzen um nicht mehr als € 3.000,- überschritten, so beschränkt sich die Förderung auf die Gewährung des Wohnbauförderungsdarlehens. Annuitätenzuschüsse werden dann keine gewährt.

4) Wie wird das höchstzulässige Jahreseinkommen berechnet?

Als Jahreseinkommen gilt das Bruttojahreseinkommen des der Antragstellung vorangegangenen Kalenderjahres (ohne Familienbeihilfe) abzüglich der Werbungskosten gem. § 16 Abs. 1 EStG 1988 (Sozialversicherung, Kammerumlage etc.), der außergewöhnlichen Belastungen gemäß § 34 EStG 1988, des Freibetrages gemäß § 35 EStG 1988 und der einbehaltenen Lohnsteuer. Zum Einkommen zählen auch Überstundenzuschläge, Arbeitslosen-, Kinderbetreuungs- und Wochengeld, Studienbeihilfen sowie gerichtlich oder vertraglich festgesetzte Alimentationszahlungen. Lehrlingsentschädigungen, Studienbeihilfen und Einkünfte aus Ferialbeschäftigungen werden jedoch nicht berücksichtigt, sofern der Bezieher dieser Einkünfte mit Eltern oder Großeltern im gemeinsamen Haushalt wohnt.

Bei Personen, die zur Einkommensteuer veranlagt sind, gilt das Einkommen des zuletzt veranlagten Kalenderjahres abzgl. der festgesetzten Einkommenssteuer. Als Einkommen gilt daher: Einkünfte nach § 2 Abs. 2 EStG 1988, ohne Abzug der Sonderausgaben (§ 18 EStG), abzgl. der außergewöhnlichen Belastungen gemäß § 34 EStG 1988, der Freibeträge nach den §§ 10, 35, 41 Abs. 3, 104 und 105 EStG, sowie abzgl. der festgesetzten Einkommensteuer. Bei Zusammentreffen von Einkünften aus nicht selbstständiger Arbeit mit Einkünften aus anderen Einkunftsarten werden jedenfalls die Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit als Jahreseinkommen herangezogen, wenn die übrigen Einkünfte negativ sind.


Was ist ein Annuitätenzuschuss?

Bei Annuitätenzuschuss handelt es sich um die Gewährung von halbjährlichen Zuschüssen des Landes zu den Rückzahlungsraten (Zinsen- und Tilgungsraten) eines sonstigen zur Finanzierung aufgenommenen Hypothekardarlehens.


Wie hoch ist ein Annuitätenzuschuss?

Das annuitätengestützte Hypothekardarlehen beträgt 40% des jeweiligen Förderungsausmaßes.


Wie beantrage ich eine Wohnbauförderung?

Anträge sind in der Landesregierung aufgelegt. Den Anträgen sind sämtliche erforderliche Unterlagen anzuschließen, die auf den Antragsformularen angeführt sind.